Online-Semi­na­re im Pro­gramm Respekt Coa­ches // Juli – August 2020

Hier noch­mal das Pro­gramm der Online Semi­nar-Rei­he für Respekt Coa­ches aus der Fach­stel­le. Es sind der­zeit noch frei Plät­ze bei den Ver­an­stal­tun­gen: Anre­gun­gen zur Umset­zung digi­ta­ler Kur­se und Jugend­li­che digi­tal beglei­ten. Soll­ten Sie dar­an teil­neh­men wol­len, tei­len Sie uns die­ses ger­ne per Email mit.

 

(Umgang mit) Ver­schwö­rungs­er­zäh­lun­gen: Chem­trails. Coro­na. Chip­imp­fung. Alles Böse kommt von oben!?

Spä­tes­tens seit den „Hygie­ne-Demos“ als Reak­ti­on auf die gras­sie­ren­de Coro­na-Pan­de­mie sind Ver­schwö­rungs­er­zäh­lun­gen in aller Mun­de. Pro­mi­nen­te Vertreter*innen wie Atil­la Hild­mann oder Xavier Naidoo gel­ten heu­te als Gal­li­ons­fi­gu­ren jener Men­schen, die fest davon über­zeugt sind, dass gehei­me Mäch­te die Welt zu „unser aller Leid“ len­ken. Auf der Suche nach den ers­ten Ver­schwö­rungs­my­then muss man aber wesent­lich wei­ter in die Ver­gan­gen­heit bli­cken. Man könn­te gar sagen, dass Ver­schwö­rungs­theo­rien schon min­des­tens seit Beginn his­to­ri­scher Doku­men­ta­ti­on exis­tie­ren. War­um ist das so? Was ist das eigent­lich, eine „Ver­schwö­rungs­theo­rie“? Wel­chen Reiz üben Ver­schwö­rungs­my­then aus? War­um sind sie gera­de in Zei­ten der Pan­de­mie so omni­prä­sent? Und war­um sind am Ende doch meist „die Juden“ die Strip­pen­zie­her? Im Semi­nar sol­len zunächst die­se grund­le­gen­den Fra­gen erör­tert und dis­ku­tiert wer­den. Im Anschluss dar­an wird inter­ak­tiv über die Fra­ge nach­ge­dacht, ob und wenn ja, wie man denn mit (jun­gen) Men­schen umge­hen kann, die in der Schu­le, im Jugend­club oder in Grup­pen­chats Ver­schwö­rungs­nar­ra­ti­ve ver­brei­ten.
Ter­mi­ne: 29.07.2020 von 10:00 – 12:00 Uhr
Refe­rent: Niklas Vöge­ding // Cul­tures Inter­ac­ti­ve

Extre­me Rech­te und Coro­na

Die Coro­na-Pan­de­mie und damit ein­her­ge­hen­de Beschrän­kun­gen sind für extre­me Rech­te ein gefun­de­nes Fres­sen, um men­schen­ver­ach­ten­de, dis­kri­mi­nie­ren­de Posi­tio­nen stark zu machen und ras­sis­ti­sche, anti­se­mi­ti­sche Ver­schwö­rungs­er­zäh­lun­gen und Unter­gangs-sze­na­ri­en zu ver­brei­ten.
Wir schau­en uns bei­spiel­haft extrem rech­te Mobil­ma­chun­gen und Deu­tungs­an­ge­bo­te rund um Coro­na an und drö­seln aus­ein­an­der, wer von der Ver­brei­tung sol­cher Inhal­te pro­fi­tiert. Denn zum einen sind Ver­schwö­rungs­er­zäh­lun­gen – beson­ders in Kri­sen­zei­ten – attrak­tiv, weil sie ein­fa­che Ant­wor­ten auf sehr kom­ple­xe Fra­gen bie­ten. Zum ande­ren machen sich extrem rech­te Akteur*innen all das zunut­ze, um ihre Inter­es­sen durch­zu­set­zen. Abschlie­ßend üben wir mit klei­nen Fall­bei­spie­len, wie man im All­tag mit unkla­ren, abwer­ten­den Argu­men­ten umge­hen kann.
Ter­min: 03.08.2020 von 10:00 – 12:00 Uhr
Referent*innen: Pirk­ko Bell und Han­na Krü­ge­ner // Kri­bi – Kol­lek­tiv für poli­ti­sche Bil­dung (AdB)

Geschlech­ter­re­flek­tier­te Radi­ka­li­sie­rungs­prä­ven­ti­on

Gen­der­aspek­te spie­len eine bedeu­ten­de Rol­le bei der Hin­wen­dung zu reli­gi­ös begrün­de­ten Extre­mis­mus. Für Mäd­chen und Jun­gen wer­den Sze­nen des reli­gi­ös begrün­de­ten Extre­mis­mus u.a. inter­es­sant, weil sie (ver­meint­lich) dort bestimm­te Rol­len von Männ­lich­keit oder Weib­lich­keit aus­le­ben kön­nen. Ent­spre­chend wer­den sie von Extremist*innen geschlechts­spe­zi­fisch ange­spro­chen. In dem Online-Semi­nar wer­den spe­zi­fi­sche Aspek­te im reli­gi­ös begrün­de­ten Extre­mis­mus, auch im Ver­gleich zum Rechts­ex­tre­mis­mus, erläu­tert und Emp­feh­lun­gen und Ideen für Prä­ven­ti­ons- und Distan­zie­rungs­an­ge­bo­te aus­ge­tauscht, die gen­der­re­flek­tiert oder auch geschlechts­spe­zi­fisch sind.
Ter­min: 12.08.2020 von 10:00 – 12:00 Uhr
Refe­ren­tin: Sil­ke Baer // Cul­tures Inter­ac­ti­ve

Digi­ta­le Jugend­be­tei­li­gung

Betei­li­gung von Jugend­li­chen bedeu­tet — mit Fokus auf ihre Lebens­wel­ten — Selbst­be­stim­mung und Teil­ha­be zu för­dern und ist ent­schei­dend für ein demo­kra­ti­sches Mit­ein­an­der aller Genera­tio­nen. Digi­ta­le Medi­en prä­gen unser kom­mu­ni­ka­ti­ves Ver­hal­ten und ermög­li­chen neue For­men der Par­ti­zi­pa­ti­on und Inter­ak­ti­on. Eine Ver­knüp­fung bei­der ist not­wen­dig und sinn­voll, um Jugend­li­che in ihrem gesell­schaft­li­chen, poli­ti­schen und kul­tu­rel­len Han­deln zu stär­ken. Wir möch­ten im Semi­nar ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten und Werk­zeu­ge für die digi­ta­le Betei­li­gung in der Jugend­ar­beit auf­zei­gen und mit Ihnen dazu ins Gespräch kom­men. Sie erhal­ten einen Über­blick über Metho­den und For­ma­te akti­vie­ren­der Jugend­be­tei­li­gungs­ar­beit mit­hil­fe digi­ta­ler Medi­en.
Ter­mi­ne: 17.08.20 von 10:00 – 12:00 Uhr
Refe­rent: Juli­an Kulas­za // Medi­en­kom­pe­tenz­zen­trum Pan­kow — WeTeK Ber­lin

Anre­gun­gen zur Umset­zung digi­ta­ler Kur­se

Online arbei­ten mit Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen – in Zei­ten von Coro­na müs­sen Päd­ago­gin­nen und Päd­ago­gen ihre bis­he­ri­gen Kon­zep­te über­den­ken und metho­di­sche Her­an­ge­hens­wei­sen an digi­ta­le For­ma­te anpas­sen. Wie kann eine jugend­ge­rech­te Anspra­che wei­ter­hin gelin­gen? Wel­che Ver­än­de­run­gen und Her­aus­for­de­run­gen sind fest­zu­stel­len? Im Online-Semi­nar beschäf­ti­gen wir uns mit ver­schie­de­nen digi­ta­len Tools. Zusätz­lich zu einem inter­ak­ti­ven Aus­tausch erhal­ten Teil­neh­men­de einen Ein­blick in das Pra­xis­bei­spiel „Digi­ta­le Stadt­ral­lye zu Euro­pa“ der VHS Cas­trop-Rau­xel. Teil die­ses Pro­jekts waren Video­bot­schaf­ten mit Quiz­fra­gen und Auf­ga­ben zum Erkun­den des Stadt­raums.
Ter­mi­ne: 20.08.2020 von 10:00 – 12:30 Uhr
Refe­ren­tin­nen: Adria­ne Schmeil und Mela­nie Hei­ne // Deut­scher Volks­hoch­schul-Ver­band

Jugend­li­che digi­tal beglei­ten

Im Zuge der Digi­ta­li­sie­rung fin­det der All­tag von Jugend­li­chen immer mehr in hybri­den Räu­men statt, in denen sich digi­ta­le und ana­lo­ge Erfah­run­gen mit­ein­an­der ver­mi­schen. So spie­len digi­ta­le Medi­en gera­de wäh­rend der Jugend­pha­se in den Zusam­men­hän­gen von Aneig­nung, Sozia­li­sa­ti­on und Iden­ti­täts­ar­beit eine immer wich­ti­ge­re Rol­le. Vor die­sem Hin­ter­grund stellt sich die Fra­ge, wie wir den Jugend­li­chen auch in ihren digi­ta­len Wel­ten zur Sei­te ste­hen kön­nen und dort für sie ansprech­bar sind. Das Semi­nar setzt sich dabei nicht nur mit metho­di­schen und tech­ni­schen Aspek­ten aus­ein­an­der, son­dern the­ma­ti­siert auch das Selbst­ver­ständ­nis als (Medien)Pädagog*innen und lädt ein, bestehen­de und neue Her­aus­for­de­run­gen zu reflek­tie­ren.
Ter­mi­ne: 24.08.2020 von 10:00 – 13:00 Uhr
Ver­an­stal­ter: BITS 21 im fjs e. V.

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